Fäkalschäden

Desinfektion von Fäkalschäden !

Fäkalschäden entstehen durch den Austritt von Flüssigkeiten und Feststoffen aus Schmutzwasserleitungen, die an Toiletten angeschlossen sind, durch Rückstau aus dem öffentlichen Kanalnetz (Schmutzwasser oder Mischwasserkanalisation) oder durch Überschwemmungen.

Bei jedem Schaden, an dem fäkalienbelastetes Abwasser beteiligt ist, muss in Erwägung gezogen werden, dass es zu einer Kontamination mit krankheitserregern gekommen ist. Es sind Infektionen durch häufig im Abwasser vorkommende Mikroorganismen möglich. Hierzu zählen u.a. E.coli Bakterien, Rota Viren und Norwalk Viren. Als Folgen sind Durchfallerkrankungen beschrieben, es können aber auch Gelbsucht, Sommergrippe oder durch Enteroviren verursachte Erkrankungen des zentralen Nervensystems, der Hirnhaut oder des Herzens auftreten. Es sind Infektionen durch Wurmeier, Protozoen (einzellige Lebewesen, die als Parasiten leben) oder Leptospiren (gram negative Bakterien) möglich. Weiterhin sind allergische und toxische Reaktionen zu berücksichtigen.

Die Aufnahme der Erreger erfolgt in der Regel durch Schmierinfektion oral. Sie kann auch über aufgeweichte oder rissige Haut (kutan), Hautverletzungen und auf inhalativem Weg erfolgen.

Fäkalschäden sind aus hygienischen Gründen immer unverzüglich zu beurteilen und zu sanieren. Verzögerungen führen in der Regel zu einer Ausweitung des Schadensbereiches.

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